Das Ziel des Aktionsbündnisses für Seelische Gesundheit ist eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychisch erkrankten Menschen umgeht. Hierfür kann jeder Einzelne etwas tun:

  • Politiker können mit ihrem Handeln nicht nur gesetzliche Verbesserungen auf den Weg bringen, sie können darüber hinaus Vorbildcharakter haben.
  • Journalisten sind in der Lage, durch eine differenzierte und ausgewogene Berichterstattung zu mehr Verständnis, Offenheit und vor allem Sachlichkeit gegenüber Betroffenen beizutragen.
  • Arbeitskollegen verbringen viel Zeit miteinander; sie erkennen frühzeitig, wenn sich der andere schwer tut oder verändert. Sie können darauf eingehen und Hilfe anbieten.
  • Arbeitgeber können eine Arbeitsatmosphäre fördern, die zu weniger seelischen Belastungen und Stress für die Mitarbeiter führt.
  • Lehrer unterrichten Jugendliche nicht nur in Mathematik und Englisch, sie haben auch grossen Einfluss darauf, wie Schüler mit vermeintlich „Schwachen“ umgehen. Sie sehen Veränderungen bei den Jugendlichen und können Hilfe anbieten.
  • Allgemeinmediziner können in ihren Praxen Informationsmaterial auslegen und ihre Patienten im Verdachtsfall auf die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung ansprechen.
  • Schüler, Studenten und Auszubildende können im Umgang miteinander vorsichtig sein und eine Person, die an einer psychischen Störung erkrankt ist, unterstützen.
  • Eltern können Sorge dafür tragen, dass ihre Kinder, sollten sie an einer psychischen Störung leiden, ärztlich betreut werden und sich gut über die Krankheit des Kindes informieren.
  • Kinder psychisch erkrankter Eltern können sich gut über die Situation ihrer Eltern informieren und versuchen, einen gesunden Abstand dazu zu gewinnen aus dem heraus sie die Eltern unterstützen können.
  • Alle Menschen können darauf achten, welche Medien sie konsumieren und wie das Bild von psychisch Erkrankten dort dargestellt wird. Im Falle von stigmatisierender Berichterstattung kann man den entsprechenden Sender oder die entsprechende Zeitung meiden. Ausserdem ist generell ein respektvoller und aufmerksamer Umgang mit psychisch erkrankten Menschen wünschenswert, wozu auch gehört, selbst eine Beratungsstelle aufzusuchen oder einer nahestehenden Person zu helfen, psychiatrische oder psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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