Sicherlich wird es im Arbeitsleben immer wieder zu stressigen Situationen kommen, denen man nicht ausweichen kann. Hier gilt: Die Balance zählt.

Denn neben dem Stress gibt es auch immer wieder positive Momente, in denen die eigene Leistung gelobt und anerkannt wird. Wir wissen aus der Motivationspsychologie, dass Menschen nicht nur zur Arbeit gehen, um ein ausreichendes Gehalt zu bekommen. Sie möchten einbringen, was sie gelernt haben und dafür Wertschätzung von Kollegen und Vorgesetzten erfahren.

Ist dies der Fall, gleichen sich das persönliche Engagement auf der einen Seite mit der Anerkennung auf der anderen Seite wieder aus (das sogenannte Gratifikationsmodell nach Siegrist). Ein empfundenes Ungleichgewicht zwischen beruflichem Einsatz und als Gegenwert erhaltener Belohnung führt dagegen zu Stressreaktionen. Menschen, die sich nicht wertgeschätzt fühlen, haben ein doppelt so hohes Risiko, beispielsweise an einer depressiven Störung zu erkranken.


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