Ein starkes Bündnis
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, die 2006 ins Leben gerufen wurde. Inzwischen sind über 180 Mitgliedsorganisationen dabei, darunter vor allem Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Auch zahlreiche Verbände aus den Bereichen Psychiatrie und Gesundheitsförderung sowie wissenschaftliche Fachgesellschaften und medizinische Kompetenznetze vernetzen sich für das gemeinsame Anliegen – die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, initiiert das Aktionsbündnis Projekte und Kampagnen, die über Öffentlichkeit und die Mitgliedsorganisationen weitergetragen werden. So werden alle Kräfte für den größten Wirkungsradius gebündelt.
Das Bündnis
- fördert ein bundesweites Netzwerk von Antistigma-Initiativen, Aufklärungs- und Präventionsprojekten.
- koordiniert jährlich rund um den WHO Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober die Woche der Seelischen Gesundheit.
- setzt sich für eine objektive und nicht stigmatisierende Berichterstattung in den Medien ein.
- hat die Aktion Grüne Schleife in Deutschland initiiert.
Das Aktionsbündnis befindet sich seit seiner Gründung in Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) und wird weitgehend über Spenden finanziert.

Struktur und Ziele des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit
Die Steuerungsgruppe
Den Rahmen des gesamten Engagements steckt die Steuerungsgruppe ab und entscheidet zudem über die Aufnahme neuer Mitglieder in das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit. Sie ist trialogisch besetzt, das heißt, die insgesamt 12 Personen sind aus dem professionellen Bereich einerseits, aus dem Bereich der Betroffenen sowie andererseits aus dem Bereich der Angehörigen. Somit sind alle Seiten gleichermaßen vertreten.
ABSG Vorstand
- Dr. Raoul Borbé (DGPPN)
- Waltraud Rinke (DDL)
- Nele Riepenhusen (BApK)
Organisationen der Steuerungsgruppe
- Aktion Psychisch Kranke e. V. (APK)
Celia Wenk-Wolff | Jörg Holke - Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e. V. (bkjpp)
Dr. Maik Herberhold | Dr. Gundolf Berg - Bundesärztekammer (BÄK)
Britta Susen - Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)
Dr. Andrea Benecke | Ulrike Florian - Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e. V. (BApK)
Nele Riepenhusen | Kerstin Trostmann - Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e. V. (BPE)
Kristina Meyer-Estorf | Jurand Daszkowski - Deutsche Depressionsliga e. V. (DDL)
Waltraud Rinke | Oliver Vorthmann - Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
Dr. Raoul Borbé | Dr. Sylvia Claus
- EX-IN Deutschland e. V.
Martin Schultz | Maria Glasauer - Irre menschlich Hamburg e. V.
Prof. Dr. Thomas Bock | Candelaria Mahlke - Jungagiert e. V.
Anna Frey | Ronny Türk - Mental Health Crowd GmbH
Dominique de Marné | Lasse Münstermann
Gemeinsame Erklärung
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit setzt sich für die Förderung der seelischen Gesundheit und die Aufklärung über psychische Erkrankungen in der Bevölkerung ein mit dem Ziel eines vorurteilsfreien und gleichberechtigten Umgangs mit Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft.
Das Aktionsbündnis will der Öffentlichkeit vermitteln, dass psychische Erkrankungen therapierbare und gerade bei frühzeitiger Behandlung auch heilbare Erkrankungen sind, die jeden von uns betreffen können.
Es will über die Chancen der Früherkennung und Prävention informieren und Menschen ermuntern, Hilfe in Anspruch zu nehmen, indem es über die Vielfalt der Anlaufstellen für Hilfesuchende informiert.
Das Bündnis will mit seiner Öffentlichkeitsarbeit über den Wert, aber auch die Möglichkeiten der sozialen und beruflichen Integration von psychisch erkrankten Menschen informieren und illustrieren, wie Betroffene und ihre Familien an unserer Gesellschaft positiv teilhaben können.
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit setzt sich für den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung der betroffenen Menschen ein. Es will einen gesellschaftlichen Diskurs anstoßen, durch den das bislang bestehende Tabu gebrochen wird sowie Ängste und Vorurteile abgebaut werden.
Umsetzung eines bundesweiten Antistigma-Programms
Das Aktionsbündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein öffentlichkeitswirksames, bundesweites Antistigma-Programm unter Einbezug aller Bündnispartner umzusetzen. Dabei findet eine Vernetzung der Projekte und Kampagnen, die heutzutage bereits erfolgreich umgesetzt werden, statt. Die individuelle und unabhängige Umsetzung von Maßnahmen auf lokaler Ebene sowie die Arbeit der Selbsthilfe der Betroffenen und Angehörigen werden durch das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unterstützt und gefördert.
Die Umsetzung eines bundesweiten Antistigma-Programms soll folgende Maßnahmen beinhalten:
- Ausbau eines bundesweiten Netzwerks der Antistigma-Initiativen, Aufklärungs- und Präventionsprojekte,
- Durchführung gemeinsamer Projekte, insbesondere auch zur Prävention,
- Informations- und Aufklärungsarbeit über psychische Erkrankungen u. a. über eine bundesweite Informationskampagne,
- Entwicklung von Richtlinien zur Weiterbildung von Multiplikatoren und Berufsgruppen, die im Rahmen ihrer Arbeit Kontakt zu psychisch Erkrankten haben,
- Politische Arbeit zur Aufhebung der strukturellen Diskriminierung und zur Förderung der sozialen Integration seelisch erkrankter Menschen,
- Obligatorische Evaluierung aller Projekte und Maßnahmen.
Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit will mit der Durchführung dieses Antistigma-Programms einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der seelischen Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leisten, wie er auch in der Europäischen Erklärung und dem Europäischen Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur psychischen Gesundheit (Helsinki, 2005) sowie im Grünbuch zur psychischen Gesundheit der Europäischen Kommission formuliert ist.
Die unterzeichnenden Partner erklären sich diesen Zielen verpflichtet und bekunden ihre Bereitschaft, durch aktive Beteiligung an dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit gemeinsam zur Verwirklichung der angestrebten Ziele beizutragen. Als Grundlage erarbeiten sie eine gemeinsame Geschäftsordnung, die auch der trialogischen Ausrichtung des Bündnisses Rechnung tragen wird.
Ziele und Aufgaben
Die Ziele und Aufgaben des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit beschlossen auf der Vollversammlung am 24.03.2021:
Geschäftsordnung
Die Geschäftsordnung des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit beschlossen auf der Vollversammlung am 24.03.2021: