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Oktober 2026

 

Auftaktveranstaltung zur 20. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

 

Am vergangenen Freitag, den 9. Oktober wurde unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ die 20. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit eröffnet.

 

Seit zwei Jahrzehnten bringt die Aktionswoche Menschen zusammen, schafft Raum für Austausch und macht sichtbar, wie vielfältig Unterstützung und Hilfe in Berlin sind. Beim Auftakt im Berliner Hotel Aquino wurden Fortschritte in der Versorgungslandschaft gefeiert und gleichzeitig aktuelle Herausforderungen sowie zukünftige Aufgaben in den Blick genommen.

 

Die Berliner Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege Ellen Haußdörfer betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig es sei, dass Menschen sich in allen Lebenslagen und Lebensräumen auf Augenhöhe begegnen und niemand aufgrund von psychischen Erkrankungen ausgeschlossen wird. Der Vorsitzende des ABSG, Dr. Raoul Borbé, bedankte sich in seiner Eröffnungsrede bei allen Veranstaltenden für ihr persönliches Engagement und die Vielfalt der über 1.200 psychosozialen Angebote im bundesweiten Veranstaltungskalender der Aktionswoche.

 

Prof. Andreas Bechdolf, Chefarzt der Psychiatrie am Vivantes Klinikum Am Urban Berlin, bestätigte in seinem fachlichen Impuls die wachsende Offenheit im Umgang mit seelischen Belastungen, warnte aber zugleich vor einer zunehmenden Stigmatisierung bei schweren psychischen Erkrankungen. Er beleuchtete die Stärkung gemeindenaher Behandlungs- und Betreuungsangebote in den letzten 20 Jahren und wies dabei auch auf die Unterfinanzierung sowie die Kommunikations- und Verantwortungslücken zwischen den Versorgungsbereichen hin. Zukünftig brauche es mehr Prävention sowie mehr niedrigschwellige Behandlungsangebote und vor allem starke politische Zeichen gegen Entsolidarisierung, Spaltung und Ausgrenzung.

 

Anschließend diskutierte er gemeinsam mit Dr. Thomas Götz, Uwe Wegener und Nova Meierhenrich in trialogischer Runde über Herausforderungen und Handlungsbedarfe auf dem Weg zu einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe. Im gemeinsamen Gespräch wurden unter anderem die Unterschiede in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung zwischen Stadt und Land und die damit verbundenen Herausforderungen beim Zugang zu Hilfsangeboten thematisiert.

 

Annette Flemig vom Berliner Kollektiv Kunst & Krawall rundete den Abend mit einer bewegenden Slam-Poetry-Performance ab. Im Anschluss trafen sich alle Gäste zu einem kulinarischen Get-together und ließen den Abend bei anregenden Gesprächen ausklingen.

 

Das Aktionsbündnis bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten und Gästen für den gelungenen Auftakt sowie bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege und den Initiator:innen der Berliner Aktionswoche für ihre wichtige Unterstützung. Allen Veranstaltenden, Akteur:innen und Interessierten wünscht das Aktionsbündnis eine spannende und bereichernde Woche der Seelischen Gesundheit mit vielen inspirierenden Begegnungen.

 

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