Bereits zum 16. Mal ruft die DGPPN gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit zur Teilnahme am DGPPN-Antistigma-Preis auf. Bewerben können sich Initiativen und Organisationen, die sich für eine nachhaltige Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen einsetzen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im Rahmen des DGPPN Kongresses 2018 verliehen, der vom 28. November bis 1. Dezember in Berlin stattfindet.

Der Umgang mit psychisch erkrankten Menschen ist in unserer Gesellschaft noch immer mit Stigmatisierung verbunden. Menschen mit einer psychischen Erkrankung haben in Deutschland nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen. Ablehnung, Diskriminierung und Ausgrenzung bedeuten für die Betroffenen eine enorme Belastung und können den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Die Bedeutung psychischer Erkrankungen hat enorm zugenommen. Nicht nur werden sie inzwischen als Volkskrankheiten eingestuft, auch in Hinblick auf ihre wirtschaftlichen Auswirkungen spielen sie eine immer größere Rolle. Demgegenüber wollen die DGPPN und das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit mit dem Antistigma-Preis ein Zeichen setzen.

„Mit dem Antistigma-Preis setzen wir uns gezielt gegen die Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und für soziale Teilhabe, mehr Akzeptanz und eine tolerante Gesellschaft ein. Die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen kann nur aus Unwissenheit und Berührungsängsten entstehen. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit sehen wir es als unsere Aufgabe an, mit Aufklärung gegen Vorbehalte anzugehen und haben deshalb vor 16 Jahren diesen Preis ins Leben gerufen. Die vielen ausgezeichneten Projekte der letzten Jahre haben Vorbildcharakter. Sie alle belegen, wie durch originelle Ideen Vorurteile abgebaut werden und zur Genesung der Betroffenen beitragen können“, sagt DGPPN-Präsident Professor Arno Deister. „Wir freuen uns auch diesmal wieder auf spannende Beiträge im Wettbewerb um den DGPPN-Antistigma-Preis 2018.“

Die Einreichung der Wettbewerbsbeiträge für den DGPPN-Antistigma-Preis ist bis zum 3. Juni 2018 möglich. Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: kurze Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen, Übersicht über bisherige Aktivitäten, Veröffentlichungen sowie eine ausführliche Darstellung des Projektes oder der Aktivitäten, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch erkrankter Menschen in die Gesellschaft beitragen. Daneben sollten die Bewerber kurz darstellen, welche Bedeutung der Preis für die Fortführung ihres Projektes hat.

Über die Vergabe des Preises entscheidet der Stiftungsrat der Stiftung für Seelische Gesundheit auf Grundlage der Empfehlung einer unabhängigen interdisziplinär besetzten Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel, dem Vorsitzenden des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit.

Weitere Informationen zur Ausschreibung unter www.dgppn.de.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) ist die größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Fragen der psychischen Erkrankungen in Deutschland. Sie bündelt die Kompetenz von 9.000 Ärzten und Wissenschaftlern für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, die in Universitätskliniken, Krankenhäusern und ambulanten Praxen sowie in der Forschung arbeiten. Sie setzt sich aktiv für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und gegen deren Stigmatisierung ein.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 100 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie viele Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
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Für Bewerbungen: Esther Knichel
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