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Über 200 Veranstaltungen vom 10. bis zum 19. Oktober 2014

Die 8. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit startet am 10. Oktober 2014, dem Welttag der Seelischen Gesundheit. Unter dem Motto Psychisch krank und mittendrin?! setzen die Veranstalter in diesem Jahr den Fokus auf die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen an unserer Gesellschaft.

Mehr als 200 Veranstaltungen in allen Bezirken laden die Berlinerinnen und Berliner ein, sich über psychische Erkrankungen, deren Behandlungsmöglichkeiten sowie die psychosoziale Versorgung zu informieren. Ob Tag der offenen Tür, Workshop, Fachgespräch, Kunstausstellung oder Konzert - das Programm vom 10. bis zum 19. Oktober wird von mehr als 100 stationären wie ambulanten Einrichtungen zusammengestellt und ist damit so vielfältig wie das Angebot der zahlreichen Träger und Organisationen in der Hauptstadt.

Innerhalb eines Jahres erkranken in Deutschland rund 30 % der Bevölkerung an einer psychischen Störung wie zum Beispiel Angststörungen, Depression, Psychosen oder Suchtkrankheit. In einer Großstadt wie Berlin tauchen psychische Erkrankungen sogar noch häufiger auf. Ob in der Familie, im Freundeskreis oder im Arbeitsleben - nahezu jeder kennt Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Zwar rückt das Thema zunehmend ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, doch immer noch begegnen den Betroffenen Vorurteile, die sie daran hindern, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der Schirmherr der 8. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja stellt fest: "Wir haben in Berlin ein regionales Versorgungssystem, das weitestgehend eine ambulante Versorgung von Betroffenen in ihrem angestammten und vertrauten Wohnumfeld ermöglicht. Wir müssen uns allerdings immer wieder fragen, wo begegnen den Betroffenen noch Vorurteile oder werden sie ausgegrenzt, wie kann Inklusion im täglichen Leben der Betroffenen gelingen. Dies betrifft unser soziales Miteinander genauso wie den Bereich der Arbeit."

Die Angst vor dem Jobverlust ist groß. Psychische Erkrankungen sind die Hauptursache für eine frühzeitige Erwerbsunfähigkeit und laut einer Studie des Robert Koch Instituts sind psychisch erkrankte Personen deutlich häufiger arbeitslos. Deshalb widmet sich die öffentliche Auftaktveranstaltung der 8. Berliner Woche der seelischen Gesundheit am Donnerstag, den 9. Oktober unter dem Titel "Psychisch krank und mitten im Arbeitsleben?!" genau diesem Thema. Fachexperten beraten über die Integration von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen in die Arbeitswelt und die dafür notwendige Unterstützung von Seiten der Arbeitgeber, der Politik und der psychosozialen Versorgung.

Die Staatssekretärin für Gesundheit, Emine Demirbürken-Wegner wird die Veranstaltung eröffnen, die vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Gesundheitsstadt Berlin e.V durchführt wird. Beginn ist um 15 Uhr im Verlagshaus des "Tagesspiegel" am Askanischen Platz.

Die Anmeldung ist bis zum 30. September 2014 über folgenden möglich:
http://aktionswoche.seelischegesundheit.net/berlin/auftakt2014/online-anmeldung

Das ausführliche Programm zur 8. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit finden Sie unter:
http://aktionswoche.seelischegesundheit.net/berlin

Die 8. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit wird vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert. Zu den Initiatoren zählen:

  • Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
  • Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
  • Berliner Alexianer Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Bundesverband Angehöriger psychisch Kranker (BApK)
  • Berliner Bündnis gegen Depression
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den rund 80 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Gemeinsam setzen wir uns für einen offenen und toleranten Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen und den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung in der der Gesellschaft ein. Initiiert wurde das Bündnis 2006 von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit Open the doors als Partner des internationalen Antistigma-Programms.

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit
Astrid Ramge
Projektkoordination

Download: pm14-10-8te-berliner-woche-der-seelischen-gesundheit.pdf (425.07 KB)


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