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30. März 2021

 

Internationaler Tag der Bipolaren Störungen

Menschen mit einer Bipolaren Störung fallen von einem Gefühlsextrem ins andere: Auf manische Phasen mit teils euphorischen Höhenflügen folgt häufig eine tiefe Depression. Etwa 1 bis 2 % der Menschen in Deutschland sind von einer Bipolaren Störung betroffen und haben dadurch ein erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Die soziale Isolation der letzten Monate belastet Betroffene wie Angehörige zusätzlich. Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) informiert zum internationalem Welttag am 30. März über die Erkrankung und über Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.

 

Die Bipolaren Störungen zählen zu den schweren psychischen Erkrankungen. Erkrankte infizieren sich deutlich häufiger mit SARS-CoV-2, zeigen während einer Covid-19 Erkrankung einen schwereren Verlauf und haben ein höheres Sterberisiko als die Allgemeinbevölkerung. Die Corona-Pandemie setzt Betroffene und ihren Familien auch im Alltag besonders zu: „Die verordnete Isolation ist häufig problematisch. Viele halten es nicht aus, über einen so langen Zeitraum entweder ganz allein oder aber dicht aufeinander sitzen zu müssen. Vor allem Familien können dem zusätzlichen Stress, den die Krise mit sich bringt, kaum ausweichen“, erklärt Nadja Stehlin, Betroffenenvertreterin der DGBS.

 

Menschen mit Bipolarer Störung und Angehörige können sich an die Telefonberatung der DGBS wenden. Unter der kostenfreien Nummer 0800 55 33 33 55 stehen selbsthilfeerfahrene Angehörige und bipolar Betroffene als Ansprechpartner zur Verfügung – auch anonym. Eine Beratung ist außerdem per E-Mail an mailberatung@dgbs.de möglich.

 

Speziell für Angehörige bietet die DGBS zusätzlich moderierte Angehörigentreffen zum gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustausch über Videotelefonie an. Weitere digitale Anlaufstellen sind das Bipolar-Forum oder entsprechende Gruppen in den sozialen Medien. Eine spezielle Mailberatung gibt es für im Gesundheitswesen Tätige, die selbst von einer Bipolaren Störung betroffen sind unter kontakt.sbp@dgbs.de.

 


 

Weitere Informationen und Anlaufstellen:

 

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