Logo ANUAS e.V. - Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-/Tötungs-/Suizid- und Vermisstenfällen

Seit der Gründung am 26. 11. 2008 versteht sich der ANUAS e.V. als eine Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-/Tötung-/Suizid- und Vermisstenfällen. Die gemeinnützige Organisation stellt die einzige bundesweite Interessenvertretung für die Angehörigen von gewaltsamen Tötungsfällen dar, die sich allein gelassen und unverstanden fühlen. Ziel des ANUAS e.V. ist es, der Entwicklung der Hilfen für die Bedürfnisse von Menschen gerecht zu werden, die einem massiven Leidensdruck durch gewaltsame Tötung eines nahen Angehörigen ausgesetzt sind. Hauptziel ist, die Interessen der Betroffenen zu vertreten.

Die Hilfe zur Selbsthilfe beim ANUAS e.V. bedeutet für betroffene Angehörige, nicht nur zu verzweifeln, sondern zu hoffen. Diese Betroffenen sehen am Anfang nach dem erlebten Schicksalsschlag die Sinnlosigkeit des Weiterlebens und erfahren durch die Projektarbeit beim ANUAS e.V. die Sinnhaftigkeit, den betroffenen Angehörigen durch eigene Erfahrungen zu helfen und damit den Leidensdruck dieser Menschen zu minimieren. In Projekten der Hilfsorganisation werden die Betroffenen aus ihrer Passivität herausgeholt und entwickeln selbständig Aktivitäten.

Durch den Ausbau eines kompetenten Netzwerkes durch Kooperationsaufbau ähnlicher Hilfsorganisationen und Mitgliedschaften in wichtigen Bundesverbänden werden die Kompetenzen und Kräfte der regionalen Anbieter gebündelt und weitere Vernetzungen gefördert. Mit der Arbeit beim ANUAS e.V. setzen sich die ehrenamtlich tätigen Fachtherapeuten, aber auch psychisch stabile betroffene Angehörige für soziale Integration, Selbstbestimmung, Vermeidung von Exklusion sowie gleichberechtigte Teilhabe von Menschen in seelischen Krisen und daraus folgenden Formen der Behinderungen ein. Die Helfer beim ANUAS e.V. werden in regelmässigen Abständen geschult und unterstützen fachlich kompetent entsprechend ihren Qualifikationen - psychisch instabile Angehörige von gewaltsamer Tötung durch unterschiedliche Leistungen, wie erste Stabilisierungsgespräche, Beratung, Hilfen zur Selbstversorgung, Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben, Hilfen zur Prävention, Krisenhilfe, Besuchsdienste und in unterschiedlichen Projekten.

Durch die Integration betroffener Angehöriger in die ehrenamtlichen Hilfsangebote des ANUAS e.V., wird eine spezielle Form der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt. Die Einbeziehung der betroffenen Menschen ist ressourcenorientiert und stabilisierend ausgerichtet. Die Förderung der Selbsthilfeaktivitäten und projekte sowie die Förderung der Mitarbeit engagierter Bürger sind ständig notwendige Aktivitäten und Kennzeichen bei ANUAS.


Ich habe in meiner jahrelangen ehrenamtlichen Tätigkeit beim ANUAS e.V. Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-/Tötungs-/Suizid- und Vermisstenfällen so viele Menschen kennen gelernt, die einen nahen Angehörigen durch ein Tötungsverbrechen verloren haben, ich habe miterlebt, wie diese Menschen durch fehlerhaftes Verhalten aus dem sozialen Umfeld eine ständige Retraumatisierung erlebten und ich habe erlebt, wie ganze Familien auseinandergebrochen sind, in den sozialen Absturz gelangten und sich suizidierten. Es ist einfach notwendig, dass möglichst viele Menschen dafür sensibilisiert werden und kennenlernen, wie schlecht es diesen traumatisierten und retraumatisierten Menschen geht, welchem Leidensdruck sie ausgesetzt sind und wie wenig Verständnis und Hilfen sie wirklich erhalten.
Marion Waade, Vorstandsvorsitzende des ANUAS e.V., Traumatherapeutin

ANUAS e.V. - Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-/Tötungs-/Suizid- und Vermisstenfällen
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