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Mitten im Arbeitsleben - trotz psychischer Erkrankung

Bereits zum zweiten Mal fand Mitte September das gemeinsame Symposium "Mitten im Arbeitsleben - trotz psychischer Erkrankung" des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit und der Bundesärztekammer in Berlin statt. Dieses Mal lag der Schwerpunkt auf dem Thema der betrieblichen Wiedereingliederung. Etwa 150 Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen und therapeutischer Professionen nahmen daran teil - ein grosser Erfolg.

Experten aus Wissenschaft und Praxis betonten, dass Arbeit allein nicht psychisch krank macht. "Einflüsse der Arbeitswelt wie steigende Leistungsanforderungen und Unsicherheit erzeugende Beschäftigungsverhältnisse wirken immer im Zusammenspiel mit psycho-biologischen und sozialen Faktoren", erläuterte Prof. Wolfgang Gaebel, Psychiater und Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit. 

Wenn es um die psychische Gesundheit im Berufsleben geht, liegt der Fokus meist auf den Themen Prävention, Stressreduktion und dem Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Viel zu selten werden Fragen zur Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer Krise und zum Joberhalt bei einer chronischen Erkrankung behandelt. Die Fortbildungsveranstaltung des Aktionsbündnisses und der Bundesärztekammer griff darum genau diesen Themenkomplex auf und informierte, wie Hausärzte, Psychiater und Betriebsärzte ihre Patienten bei der betrieblichen Wiedereingliederung unterstützen können und welche Herausforderungen ihnen dabei begegnen.

Die Experten des Symposiums waren sich einig, dass der Arbeitsplatz ein wichtiger Faktor für die Selbstwertstärkung und soziale Einbindung für erkrankte Mitarbeiter ist und sich generell positiv auf die seelische Gesundheit auswirkt. Ausserdem bestand Einigkeit darüber, dass eine Rückkehr an den Arbeitsplatz so früh wie möglich stattfinden müsse, um die Chancen auf eine vollständige Wiedereingliederung zu erhöhen.


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