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Im Rahmen der aktuellen Diskussion zur Impfung gegen COVID-19 haben das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit und die DGPPN gemeinsame Informationen für Menschen mit psychischen Erkrankungen veröffentlicht:

Was ist COVID-19?

Die Erkrankung, welche durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2) ausgelöst wird, heißt COVID-19 Erkrankung. Sie führt zu verschiedenen Beschwerden wie Husten, Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen. Eine Infektion kann nicht nur die Atemwege, sondern auch andere Organe betreffen. Die meisten Erkrankungen verlaufen milde, 14 % allerdings schwer und 5 % kritisch bis lebensbedrohlich, im schlimmsten Fall tödlich. Ein Teil der COVID-19-Patienten leidet auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung weiterhin unter schweren Allgemeinsymptomen. Die Erkrankung ist insgesamt gefährlicher und ansteckender als eine Grippe.

Sind Menschen mit psychischen Erkrankungen einem besonderen Risiko ausgesetzt?

Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko für einen schwere Verlauf von COVID-19: das Alter, körperliche Erkrankungen wie z. B. Diabetes (Zuckerkrankheit), Herzerkrankungen oder chronische Lungenerkrankungen, oder Übergewicht. Auch schwere psychische Erkrankungen wie Demenz, Schizophrenie, schwere Depression oder bipolare Störung erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf, der einen Krankenhausaufenthalt erfordert, und für das Versterben an COVID-19. Liegt einer dieser Faktoren vor, kommt es nicht zwangsläufig zu einem schweren Verlauf, aber die Wahrscheinlichkeit ist erhöht. Liegen mehrere Faktoren vor, geht man von einer noch höheren Wahrscheinlichkeit aus.

Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko von COVID-19 sehr stark reduziert werden. Eine 2-mal im Abstand von einigen Wochen gegen COVID-19 geimpfte Person erkrankt nach einem Kontakt mit dem Corona-Virus mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht an COVID-19. Wie bei jeder Impfung können auch nach einer COVID-19-Impfung Impfreaktionen oder Nebenwirkungen auftreten. Der Nutzen einer Impfung überwiegt jedoch bei weitem die Risiken. Es besteht keine Pflicht, sich impfen zu lassen. Die Impfung ist kostenlos. Wie lange genau die Impfung vor einer Erkrankung schützt, ist noch nicht bekannt. Es ist auch noch nicht sicher, ob geimpfte Personen andere anstecken, obwohl sie selbst nicht erkranken.  

Wann kann man sich impfen lassen?

Ende 2020 begannen in Deutschland die ersten Impfungen. Zunächst liegt noch nicht genug Impfstoff für alle Menschen in Deutschland vor. Daher können zuerst Menschen mit dem höchsten Risiko für schwere Verläufe eine Impfung erhalten: insbesondere Menschen über 80 Jahre. Danach folgen Menschen mit bestimmten Risikofaktoren. Da Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen von einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 betroffen sind, wurden sie von der Ständigen Impfkommission als Risikogruppe benannt. Daher sollen sie ebenfalls bei der Vergabe des Impfstoffs früher berücksichtigt werden.

Wenn Sie sich gegen COVID-19 impfen lassen möchten oder Fragen zur Impfung haben, sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt an.


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