Aktionsbündnis goes Facebook!

Im Rahmen des vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Projekts „Vergleichende Untersuchung zur Aufklärung junger Erwachsener über psychische Erkrankungen in den sozialen Medien“ ist das Aktionsbündnis seit Mitte September 2016 mit seiner Anti-Stigma-Kampagne auch auf Facebook aktiv.

Junge Erwachsene sind bereits häufig von psychischen Erkrankungen betroffen. Der AOK Report 2015 machte öffentlich, dass von rund 1.300 befragten Auszubildenden bereits 46,1 Prozent angaben, psychische Beschwerden zu haben. Schon jeder 5. Studierende bekommt laut Gesundheitsreport der TK eine psychische Diagnose. Junge Erwachsene stellen daher eine immer wichtigere Zielgruppe für präventive Kommunikationskampagnen zur Förderung der psychischen Gesundheit dar.

Junge Erwachsene sind heute besonders gut über soziale Medien zu erreichen. Laut einer Bitkom Studie zur Nutzung der Sozialen Medien von 2012 führen jüngere Internetnutzer unter 30 Jahren die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken mit 92 Prozent und deren aktive Nutzung mit 85 Prozent deutlich an.

Ziel des Aktionsbündnisses ist es daher, auch über die sozialen Medien ein fundiertes Aufklärungs- und Informationsangebot zu psychischen Erkrankungen anzubieten. Aktuelle Themen wie Stress und Prüfungsangst, Essstörungen, Ängste, Depressionen oder der Umgang mit digitalen Medien werden dabei zielgruppengerecht behandelt. Die Follower können sich online informieren und auch direkt ihre persönlichen Fragen stellen. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe besteht darüber hinaus die Möglichkeit zum Austausch.

Die Wirkung der Aufklärungskampagne soll im Rahmen einer Langzeiterhebung geprüft werden. In einer Studie wird dabei untersucht, inwieweit die Kampagne die Studienteilnehmer unterstützt, gesundheitsbewusstes Verhalten zu entwickeln.

Wie können bzw. sollen Aufklärungsangebote in Sozialen Medien gestaltet werden? Wie wirken sie sich längerfristig aus? Mit dieser Studie möchte das Aktionsbündnis einen Beitrag dazu leisten, die Wirkung von Aufklärungskampagnen zur Prävention psychischer Erkrankungen und zur Förderung der seelischen Gesundheit in den Sozialen Medien besser zu verstehen.

Finden Sie hier zum Download unsere Facebook-Policy sowie Informationen zur Studienteilnahme.

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Empfehlungen und Ergebnisse aus Forschung und Praxis

Konzeption und Umsetzung von Interventionen zur Entstigmatisierung seelischer Erkrankungen: Empfehlungen und Ergebnisse aus Forschung und PraxisIm Rahmen des Antistigma-Projekts Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Bekämpfung von Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch erkrankter Menschen des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit

Der Europäische Pakt für Psychische Gesundheit und Wohlbefinden fordert Massnahmen zur Bekämpfung von Stigma und sozialer Ausgrenzung aufgrund von psychischer Krankheit. Seelische Erkrankungen sind mit Diskriminierung und Stigmatisierung verbunden. Das schadet der Lebensqualität der Betroffenen, verschlechtert den Krankheitsverlauf und steht einer effektiven Früherkennung und erfolgreichen Behandlung im Weg. Weltweit und in Deutschland gibt es Massnahmen zur Reduzierung von Stigmatisierung. Aber nicht jede Massnahme erreicht dieses Ziel, wie die Analyse des Aktionsbündnisses nun deutlich macht. Interventionen sind vor allem dann wirksam, wenn sie interaktiven Kontakt zu Betroffenen integrieren.

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