Besonders bewährt hat sich in den letzten Jahren die stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag. Im sogenannten ,,Hamburger Modell" nimmt der Beschäftigte seine Tätigkeit Schritt für Schritt wieder auf und ist in dieser Zeit weiterhin krankgeschrieben.

Dieses Modell bietet viel Flexibilität für individuelle Abmachungen. Die stufenweise Wiedereingliederung ist eine Massnahme der medizinischen Rehabilitation und wird als Leistung der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung gewährt. Hat die berufliche Wiedereingliederung gute Erfolgsaussichten und wird von ärztlicher Seite empfohlen, so hat grundsätzlich jeder Arbeitnehmer - auch Selbstständige, Auszubildende und Teilzeitbeschäftigte - Anspruch auf diese Leistung. Voraussetzung hierfür sind eine längerfristige Krankheit, aufgrund derer es nicht möglich war, einen Beruf auszuüben. Die Teilnahme an der stufenweisen Wiedereingliederung ist freiwillig und muss von ärztlicher sowie von Arbeitgeberseite schriftlich genehmigt sein. Die Phase der Wiedereingliederung dauert in der Regel sechs Wochen bis sechs Monate, kann aber auf zwölf Monate ausgedehnt werden.

Der Stufenplan enthält hauptsächlich:

  • Beginn und Ende der Massnahme
  • Einzelheiten über die verschiedenen Stufen
  • ein Rücktrittsrecht vor dem vereinbarten Ende
  • Gründe für einen Abbruch
  • Ruhen von Bestimmungen im Arbeitsvertrag während der Dauer der stufenweisen Wiedereingliederung und
  • Höhe eines eventuellen Arbeitsentgeltes

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