… können alle drei krankmachend sein. Die Frage, was uns stresst, ist komplex und wird individuell sehr unterschiedlich empfunden. Was den einen stresst, kann für einen anderen Menschen eine interessante Herausforderung sein.

Wie wir eine Aufgabe oder Situation bewerten, hängt vor allem davon ab, ob wir das Gefühl haben, sie meistern zu können. Kurzfristige Stressreaktionen können aktivierend wirken. Kommen jedoch immer neue Stressreize hinzu oder hält der Druck an, ohne dass der Mensch sich zwischendurch erholen kann, schaltet der Körper auf Daueralarm.

Im heutigen Arbeitsalltag mit zahlreichen Arbeitsunterbrechungen und der ständigen Erreichbarkeit ist dies häufig der Fall. Dann richten sich die Stressreaktionen gegen den eigenen Organismus - mit zum Teil schweren gesundheitsschädlichen Konsequenzen. Das Spektrum möglicher gesundheitlicher Folgen ist breit. Es reicht von Muskelverspannungen, Rücken- und Kopfschmerzen und Magenproblemen über psychische Leiden wie Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität, Gereiztheit, Angstzuständen, Schlafstörungen und Depressionen bis hin zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Multitasking ist beschreibt die Fähigkeit, mehr als eine Handlung gleichzeitig zu betreiben. Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass Multitasking nicht so erfolgreich verläuft, wie man sich das vielleicht vorstellt. Hat das Gehirn zu viele Aufgaben auf einmal zu erledigen, kann es zu einem Entscheidungsstau kommen und man benötigt mehr Zeit und Energie, die Aufgaben zu erledigen, als wenn man sie nacheinander abarbeitet. 58 Prozent der Erwerbstätigen geben an, dass ihre Arbeit häufig die gleichzeitige Bearbeitung verschiedenartiger Aufgaben verlangt und sie sich deshalb gestresst fühlen.

Monotonie kommt im Arbeitsleben immer dann vor, wenn Routinetätigkeiten vorherrschen. Die geistige Aktivierung ist herabgesetzt, die Arbeiten an sich wirken ,,einschläfernd". Es kann in diesem Zustand schnell zu Konzentrationsverlust kommen und Fehler können sich einschleichen. Dies können z.B. Beobachtungstätigkeiten sein, bei denen es wenig Abwechslung gibt. Es besteht die Gefahr, dass die betreffende Person Frustration und Ärger entwickelt, und die Arbeit dadurch immer mehr ablehnt. Dieses Verhalten kann ebenfalls in inneren Stress ausarten und krank machen. Entgegenwirken kann man der Monotonie am Arbeitsplatz durch einen regelmässigen Wechsel der Tätigkeiten.


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