Wie erkennen Sie, dass Kollegen oder Mitarbeiter in Ihrem Umfeld psychisch belastet sind?

Nicht immer ist das auf den ersten Blick sichtbar. So können häufiges Kranksein und längere Ausfallzeiten auf körperliche Ursachen oder chronische Erkrankungen zurückzuführen sein.

Manchmal steckt jedoch auch eine psychische Erkrankung dahinter, die auf erhöhte Dauerbelastung zurückzuführen ist. Ziehen Sie also bei Krankheitssymptomen auch psychosomatische Ursachen in Betracht. Doch soweit muss es gar nicht kommen, wenn frühe Anzeichen ernst genommen werden.

Dazu gehören:

  • Verändertes Sozialverhalten: Verunsicherung, sozialer Rückzug, übermässige Gereiztheit und Ungeduld
  • Offensichtlicher Leidensdruck: bedrückte Stimmung über längere Zeit, ständiges Klagen und allgemeine Negativ-Sicht  der Dinge
  • Ständiges Klagen über körperliche Beschwerden (Schlafprobleme, Dauerinfekte etc.), für die der Arzt keine Ursache findet
  • Äusserungen von starken Angstgefühlen oder von Lebensüberdruss
  • Auffällige Leistungseinbussen: Verlangsamtes Arbeiten, sinkende Effektivität oder nachlassendes Engagement, mehr Fehler
  • Hohe Ausfallzeiten: häufige Fehlzeiten, wiederholtes Zuspätkommen

Indem Führungskräfte eine zu grosse Belastung der Beschäftigten vermeiden und überforderten Beschäftigten ihre Unterstützung anbieten, können sie direkt Einfluss auf deren psychische Gesundheit nehmen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Qualifizierungsmöglichkeiten, in denen Führungskräfte lernen und in praktischen Übungen erproben können, wie sie das Belastungsthema ansprechen und ein Gespräch so leiten können, dass sowohl der Mitarbeiter als auch der Vorgesetzte am Ende mit einem guten Gefühl und konkreten Anregungen für nächste sinnvolle Handlungsschritte aus dem Gespräch gehen.


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