Foto: WHO

Der Weltgesundheitstag der WHO steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Depression. Unter dem Motto "Depression, let’s talk" findet am 7. April die nationale Auftaktveranstaltung in Berlin statt. Die Fachveranstaltung, an der auch das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit teilnimmt, möchte ein differenziertes Bild der Krankheit vermitteln. Dabei sollen verschiedene Angebote diskutiert werden, um die Situation der betroffenen Menschen zu verbessern. Allein in Deutschland erkranken jährlich über sechs Millionen an einer Depression. Höchste Zeit, die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren!

Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, wird den Tag eröffnen. Im Anschluss greifen Experten aus Wissenschaft und Praxis das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven auf:

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Foto: Bundesregierung/Steins

Beim 3. Internationalen Deutschlandforum unter dem Motto "Was Menschen wichtig ist – Globale Gesundheit und Innovation" diskutierten zwei Tage lang über 120 Gesundheitsexperten aus unterschiedlichen Disziplinen im Kanzleramt neue Ideen für eine globale Gesundheitspolitik. Auch das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit war durch seinen Vorsitzenden, Prof. Wolfgang Gaebel, bei diesem internationalen Forum vertreten.

Das Thema "globale Gesundheit" sei von allergrößter Bedeutung, betonte Bundeskanzlerin Merkel. Die internationale Staatengemeinschaft habe sich mit der Agenda 2030 "das sehr anspruchsvolle Ziel gestellt, dass jeder Bürger der Welt – egal welchen Alters – ein Anrecht auf Gesundheitsversorgung hat".

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Deutsche DepressionsLiga
Die aktuelle Berichterstattung der Medien zu den psychischen Hintergründen bei Terrorattentätern konstruiert oft falsche Zusammenhänge.

Die Deutsche DepressionsLiga fordert mehr Zurückhaltung und eine größere Differenzierung in der Berichterstattung bei der Formulierung psychischer Hintergründe von terroristischen Gewalttätern und Amokläufern.

Die in der letzten Zeit vor allem in Europa zunehmenden Terroranschläge sowie Amokattentate und die in dieser extremen Form bislang nicht erfahrene Brutalität der Täter werfen naturgemäß die Frage nach deren psychischer Verfassung auf. So wird in den Berichterstattungen der Medien sehr schnell die Erklärung „psychisch krank“ angeboten, obwohl hierzu meist die diagnostische Informationsgrundlage fehlt. Angesichts des für den gesunden Menschenverstand nur schwer nachvollziehbaren Verhaltens mancher Straftäter könnte man die Frage stellen, ob es sich hier um zumindest mitbeteiligte psychische Ursachen handelt. Eine derartige Aussage lässt sich jedoch anhand der in der Regel geringen vorliegenden Informationen nicht rechtfertigen. Stattdessen wird durch eine vorschnelle und undifferenzierte Zuordnung von Gewalt und psychischer Krankheit in der Bevölkerung ein falsches Bild forciert, das die bereits bestehende Stigmatisierung psychisch kranker Menschen zu Unrecht aufrecht erhält und sogar noch steigert. Der Anteil der Patienten, von denen tatsächlich eine Gefahr für Außenstehende ausgeht, ist im Vergleich zur Gesamtpopulation äußerst gering.

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Foto: Hilde Mattheis, Prof. Dr. Karl Lauterbach, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, Dr. Georg Nüßlein und Maria Michalk (Bildquelle: BMG/Schwerdel-Schmidt)

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Gesundheitspolitiker von CDU/CSU und SPD haben sich am 18. Februar im Rahmen einer Dialogsitzung mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachverbände der Psychiatrie und Psychosomatik sowie der Selbstverwaltung auf gemeinsame Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Psych-Entgeltsystems geeinigt. Sie sollen noch im laufenden Jahr gesetzlich umgesetzt werden.

Ich freue mich, dass unser Vorschlag für ein leistungsgerechtes Vergütungsbudget in der Psychiatrie auf große Zustimmung bei den Fachverbänden gestoßen ist. Damit tragen wir den Besonderheiten psychischer Erkrankungen Rechnung und stellen eine gute, auskömmliche Finanzierung der Versorgung von Patientinnen und Patienten sicher. Durch eine psychiatrische Akut-Behandlung im häuslichen Umfeld durch spezielle Behandlungsteams, sorgen wir dafür, dass Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und stationärer Behandlungsbedürftigkeit in akuten Krankheitsphasen besser versorgt werden können. Außerdem stärken wir mit Mindestpersonalvorgaben die menschliche Zuwendung. So stellen wir gemeinsam die Weichen für eine gute Versorgung seelisch kranker Menschen auch in Zukunft.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

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